Argumentkritik: Das Standard-Argument gegen den Islam
29. November 2007Christian Voigt
Im Anschluss an meinen Islamofaschismusartikel äußerte Claudia eine sehr weitreichende Kritik am Islam generell, auf die ich zunächst recht polemisch geantwortet habe.
Da es in diesem Blog nicht darum gehen soll, bestimmte Positionen zu propagieren, sondern wir uns vorrangig um eine argumentative, unvoreingenommene Form der Auseinandersetzung bemühen, bot es sich an Claudias Thesen mehr Raum zu geben. Wir freuen uns deswegen, dass Claudia sich bereit erklärte, ihre Sichtweise in einem kurzen Artikel darzulegen. Hier nun meine (weitgehend unpolemische) Kritik an diesem Artikel. CV
Gerade als ich beginnen will, diesen Artikel zu schreiben, höre ich im Radio wieder so eine Nachricht, diesmal aus Saudi-Arabien: 200 Peitschenhiebe für eine Frau, die sich allein mit einem Freund in der Öffentlichkeit getroffen hat. Nur wenige Gefängnisjahre für die Männer, die die beiden daraufhin vergewaltigt haben. Alles im Namen der Scharia, im Namen des Islam.
“Das alles”, sagen nun wieder die Islamkritiker, “zeigt doch nur, dass die Terrorakte und Gewalttaten von Muslimen ihren Ursprung nicht in der politischen, ökonomischen oder sozialen Situation haben, sondern im Islam selbst. Wenn wir diese Taten bekämpfen wollen, dann müssen wir den Islam selbst bekämpfen.”
Ich halte diese Reaktion für verständlich, aber grundlegend falsch. Erstens ist diese Aussage vollkommen unbegründet und zweitens kann man mit ihr nichts als Unheil anrichten (dazu habe ich bereits einiges in den Kommentaren zum Islamofaschismus geschrieben). Warum ist sie unbegründet? Das stärkste Argument, das ich aus Claudias Artikel zusammenzimmern konnte, lautet so:
Ein prototypisches Argument der Islamkritiker
- Im dschihadistischen Terror und den Grausamkeiten im Namen der Scharia offenbart sich das gewalttätige, intolerante und grausame Wesen des traditionellen Islam.
- Der Islam ist gegenwärtig eine größtenteils in ihren Werten, Normen und Institutionen einheitliche Religion.
- Der Islam ist unreformierbar und wird sich deswegen auch in Zukunft nicht ändern.
- Also: Jetzt und für alle Zeit gilt: Der Islam ist in seinem innersten Wesen eine gewalttätige, intolerante und grausame Religion.
- Das innerste Wesen einer Religion bestimmt das Wesen vieler Handlungen ihrer Anhänger, gleichgültig unter was für Umständen (Wenn das Wesen einer Religion die Eigenschaft f hat, dann haben auch viele Handlungen ihrer Anhänger die Eigenschaft f).
- Also: Der Islam ist die ständige Ursache dafür, dass Muslime gewalttätige, intolerante und grausame Taten begehen.
Daraus kann man nun erstens ableiten, dass die friedliche Koexistenz mit dem Islam — und also eine multikulturelle Gesellschaft mit islamischen Bürgern — unmöglich ist. Zweitens kann man auch (unter Hinzunahme plausibler normativer Prinzipien) darauf schließen, dass der Islam in seiner Gesamtheit bekämpft werden muss (was auch immer dieses “bekämpfen” eigentlich bedeuten mag).
Ich entdecke an diesem Argument nicht einfach nur einen einzelnen Makel: Ich halte jede einzelne Prämisse dieses Arguments für grundfalsch. Doch bevor ich sie mir der Reihe nach vorknöpfe, möchte ich die Theorie vorstellen, mit deren Hilfe ich das zu tun gedenke: Es handelt sich um Olivier Roys Unterscheidung zwischen traditionellem Islam, Islamismus und Neo-Fundamentalismus.
Wie wärs mit ein wenig Differenzierung?
Olivier Roy ist Forschungsdirektor am Nationalen Forschungszentrum in Paris. Bekannt wurde er vor allem durch sein Buch “The failure of political Islam”, dessen zentrale These lautet, dass der Islamismus politisch gescheitert sei. In Deutschland erschien zuletzt sein Buch “Der islamische Weg nach Westen”, das die zunehmende Verbreitung des Neo-Fundamentalismus beschreibt. Dieses höchst interessante Buch ist kostengünstig über die Bundeszentrale für politische Bildung zu erhalten. Einen guten Überblick über seine Thesen gibt dieser Zeit-Artikel von ihm und dieses Interview mit ihm in der hervorragenden Reihe “Conversations with History” aus Berkeley.
Roy fasst sein Ziel so zusammen: “Ich schlage nicht vor, dass wir über den Islam hinausblicken sollen, sondern dass wir die Islamisierung als ein zeitgenössisches Phänomen nehmen, das die Globalisierung und Verwestlichung der muslimischen Welt ausdrückt.” (Der islamische Weg nach Westen, S.31) Die kulturalistische Diskussion um das innerste Wesen des Islam führt dazu, dass immer schon von einem Dualismus zwischen westlicher und östlicher Welt ausgegangen wird. Statt dass wir die Probleme des Islam als unsere eigenen Probleme wiedererkennen, werden sie als Ausdruck einer für uns undurchschaubar fremden Kultur ausgelagert. Auf Seite der fundamentalistischen Terroristen findet sich die Entsprechung: Auch hier wird der Dualismus zwischen Westen und Osten konstruiert, um sich selbst als Retter des Islam darstellen zu können.
Mit der Unterscheidung von traditionellem Islam, Islamismus und Neo-Fundamentalismus verdeutlicht Roy den Modernisierungs- und Verwestlichungsprozess des Islam und versucht so der fundamentalistischen Propaganda und kulturalistischen Theorien wie der von Samuel P. Huntington entgegenzuwirken.
Der traditionelle Islam (z.B. bei den Paschtunen in Afghanistan) ist in traditionelle Gesellschaften und Kulturen eingebettet und mit ihnen verschmolzen. In solchen Gesellschaften wird Kultur oder Politik gar nicht als getrennt von der Religion wahrgenommen. Es kann gar nicht zu Konflikten zwischen der Religion und anderen Teilen der Gesellschaft kommen. Die Religiosität der Gesellschaftsmitglieder lässt sich nicht von ihrer kulturellen Identität unterscheiden.
Ganz anders im Islamismus: Islamisten geht es darum, für eine konkrete Gemeinschaft von Muslimen den wahrhaft islamischen und zugleich modernen Staat zu schaffen. Hier ist die Religion eine revolutionäre Bewegung, die der Tradition gegenübergestellt wird. Religion wird dadurch politisiert und modernisiert. Der Islamist versteht religiöse Lehren als utopische Gegenideologie zur falschen Wirklichkeit. Die Islamisten identifizieren sich nicht länger mit ihren lokalen Stammeskulturen, sondern mit einer nationalen Gemeinschaft von Muslimen.
Der Islamismus hat aber. so Roys These, indem er die traditionellen Gesellschaften in ihrer Traditionalität bekämpfte, entgegen seiner Zielsetzung, die Säkularisierung dieser Gesellschaften vorangetrieben.
Der Neo-Fundamentalismus reagiert auf diese Säkularisierung, die zunehmende Globalisierung und die damit einhergehende Auflösung lokaler Identitäten, Entwurzelung und Entfremdung mit einer radikalen Individualisierung von Religion (Al Quaeda, Taliban). Dem Fundamentalisten sind konkrete politische Zielsetzungen ganz gleichgültig, ja geradezu zuwider. Stattdessen glaubt er (ähnlich wie linke Terroristen wie die der RAF), seinen privaten Dschihad gegen die Kreuzritter des Westens und die Juden kämpfen zu müssen, um so für sein persönliches Seelenheil zu sorgen. Er verantwortet sich (ganz protestantisch) vor keiner Gemeinschaft, vor keiner Nation, sondern direkt vor Gott. Der Einzelne, häufig Kind von Migranteneltern in einem mehrheitlich nicht islamischen Land, kann sich nicht länger als Mitglied einer konkreten Gemeinschaft von Muslimen fühlen, er ist vielmehr ein erleuchtetes, auserwähltes Individuum (wie die born-again-christians), das sich allenfalls zur globalen Gemeinschaft der anderen erleuchteten Rechtgläubigen zählen kann.
Traditionelle Muslime, Islamisten und Neo-Fundamentalisten berufen sich vielleicht auf die gleichen Worte im Islam. Sie sprechen dennoch unterschiedliche Sprachen, kommen von unterschiedlichen Orten und repräsentieren unterschiedliche Zeiten.
Und diese Erkenntnis sollte ausreichen, um den Prämissen des Anti-Islam-Arguments, einer nach der anderen, den Boden unter den Füßen wegzuziehen.
Falsch: Im dschihadistischen Terror und den Grausamkeiten im Namen der Scharia offenbart sich das gewalttätige, intolerante und grausame Wesen des traditionellen Islam.
- Falsch, weil der dschihadistische Terror ein in der Geschichte des Islam exzeptionelles Phänomen ist. Der Selbstmordanschlag ist keine Erfindung des Islam, sondern moderner Extremisten (die ersten waren wohl russische Anarchisten). Die Assassinen, die selbst nur Randfiguren der Geschichte waren, haben kaum etwas mit Osama bin Laden gemein.
- Falsch, weil der Dschihad ursprünglich niemals als individuelle und globale sondern immer nur als kollektive und lokale Verpflichtung interpretiert wurde.
- Falsch, weil die islamistische Durchsetzung einer im Mittelalter aktuellen Rechtsprechung keine Fortsetzung, sondern ein Bruch mit der Tradition sich ständig erneuernder Auslegung bedeutet.
- Falsch, weil übersehen wird, dass sowohl der Glaube von Al-Quaeda-Anhängern, als auch der radikaler Islamisten sich grundlegend vom traditionellen Glauben unterscheiden und ein durch und durch modernes Phänomen ist (siehe oben).
Die Islamkritiker rechtfertigen diese Kontinuitätsthese, indem sie behaupten, dass die Ideologie der Terroristen sich aus großen Teilen der klassischen Auslegungstradition speise. Aber auch das ist falsch: Nur ein sehr kleiner Teil der Auslegungstradition, wird überhaupt zur Kenntnis genommen. Und auch hier gilt: Die Art des Umgangs mit diesen Texten ist ganz neu. Der traditionelle Islam zeichnete sich durchaus durch eine lebendige Auslegungstradition aus, nicht durch einen “Buchstabenglauben”. Dass heutzutage die Auslegungsweise des Mittelalters für die einzig wahre Auslegungsweise erklärt wird, ist gerade vollkommen untypisch für den traditionellen Islam. Auch dieser Konservativismus ist ein genuin modernes Phänomen.
Ebenso neu ist der zunehmende Bedeutungsverlust traditioneller theologischer Hierarchien und der Zuwachs von selbsternannten Schriftgelehrten und Do-It-Yourself-Ideologen.
Falsch: Der Islam ist gegenwärtig eine größtenteils in ihren Werten, Normen und Institutionen einheitliche Religion.
- Falsch, denn traditioneller Islam (Volksislam), Islamismus und Neo-Fundamentalismus unterscheiden sich von Grund auf. Das wird besonders deutlich wenn man nicht nur religiöse Dogmen vergleicht, sondern insbesondere die Religiosität der Gläubigen. Längst nicht alle Muslime sind Islamisten und noch viel weniger von ihnen sind Neo-Fundamentalisten (auch wenn es in den letzten Jahrzehnten immer mehr werden).
- Falsch auch, weil es keine einheitliche islamische Kultur gibt, unabhängig von den jeweils nationalen oder ethnischen Kulturen.
Claudia rechtfertigt diese These damit, dass 90% der Muslime Sunniten seien und dass die sunnitischen Zweige des Islam sich kaum unterschieden. Außerdem gäbe es kaum Unterschiede zwischen moderaten und radikalen islamischen Gelehrten.
Ersteres ist irrelevant, letzteres falsch. Zum zweiten Punkt: Es gibt viele Beispiele für islamische Intellektuelle, die sich um eine Modernisierung des Islam — um die Schaffung eines Reformislams — bemühen. Zu nennen wäre z.B. Abdolkarim Sorush aus dem Iran (hier ein Interview) oder Khaled Abou El Fadl (hier ein Interview). Ein ausführliches Dossier zu diesem Thema findet sich hier bei Quantara. Kurze Porträts dieser und anderer islamischer Intellektuelle finden sich in dem Buch “Der Islam am Wendepunkt”, das ebenfalls über die Bundeszentrale für politische Bildung zu erhalten ist.
Zum ersten Punkt: Dass 90% sunnitisch sind, heißt so gut wie gar nichts. Um zu behaupten, dass es keine Unterschiede zwischen den sunnitischen Zweigen des Islam gäbe, reicht es nicht aus, einfach nur die Äußerungen ihrer intellekuellen Anführer miteinander zu vergleichen. Auch hier sollte man die Differenzierung von Olivier Roy anwenden: Auch wenn es in der Religion (im Schrifttum, in den Äußerungen der religiösen Führer usw.) keine Unterschiede gibt, kann es in der Religiosität der Anhänger sehr starke Unterschiede geben. Das ist insbesondere für Muslime in europäischen Ländern wichtig, da sich hier neue Formen der Religiosität erzwungenermaßen herausbilden müssen.
Falsch: Der Islam ist unreformierbar und wird sich deswegen auch in Zukunft nicht ändern.
Falsch, offensichtlich falsch, würde ich meinen. Nicht nur, weil es bereits genügend überzeugende Entwürfe eines Reformislam gibt (siehe oben). Sondern auch, weil es einfach kein unreformierbares Gedankengut, sondern nur unverbesserliche Denker gibt.
Wie wird hier argumentiert? Man findet in Claudias Artikel ein Zitat, das folgende Begründung nahelegt: Der echte Islam sei der islamistische Islam im Iran oder in Saudi-Arabien. Alles, was diesem Islam nicht ähnele, sei in Wirklichkeit gar kein Islam mehr. Also sei jeder Reformislam kein Islam und also der Islam nicht reformierbar.
Das nennt man Ad-Hoc-Argumentieren.
Na klar, wenn ich behaupte, dass jemand nur dann wirklich deutsch sei, wenn er auch ein Nazi sei, dann kann ich ohne Probleme behaupten, dass alle Deutschen Nazis seien. Alle Gegenbeispiele kann ich dann damit abschmettern, dass es sich bei ihnen ja offensichtlich nicht um echte Deutsche handele (weil sie eben keine Nazis sind).
Dann muss ich mich aber auch darauf einlassen, dass es nur sehr wenige Deutsche in Deutschland gibt und dass das Deutschsein vor allem ein ostdeutsches Phänomen ist. Wenn ich stattdessen noch zusätzlich behaupten würde, dass 80 Millionen Nazis in Deutschland lebten, und dass z.B. alle deutschen Parlamentarier Nazis seien, dann würde ich mich einer Äquivokation schuldig machen: Ich würde zwei Verwendungen von “deutsch” durcheinanderbringen.
Genauso mit dem Islam: Wer unter “Islam” nur den Islam in iranischer oder saudi-arabischer Ausprägung verstanden wissen möchte, der kann z.B. nicht mehr schließen, dass eine multikulturelle Gesellschaft mit nur fälschlicherweise sogenannten islamischen Minderheiten unmöglich sei. Ebensowenig kann man darauf schließen, dass der Islam in Europa bekämpft werden muss.
Will man nicht auf diese Thesen verzichten, dann darf man keine derart enge Definition für “Islam” wählen. Welche Definition könnte man stattdessen wählen? Man könnte z.B. sagen, dass ein Islam, der auf die Durchsetzung der Scharia verzichte, kein echter Islam mehr sei.
Aber das ist natürlich genauso ad hoc. Und außerdem: Hier ist nicht länger klar, warum der Islam eigentlich reformunfähig ist, was ja die These ist, die hier zur Diskussion steht. Denn ab wann ein Rechtssystem eine Realisierung der Scharia ist, das ist durchaus Interpretationssache. Wenn z.B. das Händeabhacken historisierend nur als ehemals zeitgemäßer Ersatz für ein fehlendes Gefängnissystem verstanden wird, dann kann, ohne der Scharia eindeutig zu widersprechen, auf das Händeabhacken verzichtet werden, solange Gefängnisse bereit stehen. Ist eine solche Interpretationsweise schon per se unislamisch?
Um diese Unveränderlichkeits-These zu beweisen, ohne sie ihrer argumentativen Funktion zu berauben, müsste man unveränderliche Wesenseigenschaften des Islam finden, die erstens auf fast alle islamischen Glaubensrichtungen zutreffen und zweitens derart konkret sind, dass sie Muslime unweigerlich zu grausamen Gewalttaten treiben. Warum das aussichtslos ist, sage ich aber lieber unter dem nächsten Punkt.
Falsch: Das innerste Wesen einer Religion bestimmt das Wesen vieler Handlungen ihrer Anhänger, gleichgültig unter was für Umständen
- Falsch, weil hier eine viel zu generelle und einfache Kausalbeziehung zwischen Religion und Verhalten angenommen wird. Insbesondere die notwendige Generalisierung “gleichgültig unter was für Umständen” macht diese These zu einer Art sozialem Naturgesetz, was für sich genommen schon unplausibel genug ist.
- Falsch auch, weil aus Wesenseigenschaften von Weltreligionen keine Handlungsgebote folgen. Was sind schon die Wesenseigenschaften von Weltreligionen? Doch nicht viel mehr als: Eine Religion ist nur buddhistisch, wenn in ihr Buddha verehrt wird. Eine Religion ist nur christlich, wenn in ihr Jesus verehrt wird. Und wie wirkt sich das auf das Verhalten von Christen und Buddhisten aus? Gar nicht.Auf viel mehr als solche nichtssagenden Wesensbeschreibungen würde ich mich aber nicht einlassen. Ganz einfach deswegen nicht, weil Weltreligionen sich in fast jeder Hinsicht verändern können, wenn man ihnen nur genug Zeit lässt und den Kontext nur genügend verändert. Das ist selbst mit politischen Ideologien schon so, wenn sie nur älter als ein paar Jahrzehnte werden. Am deutlichsten wird das derzeit in China, wo uns die Propagandisten zeigen, wie man Kommunist und Kapitalist zugleich sein kann.
Natürlich haben Religionen großen Einfluss auf das Verhalten ihrer Anhänger. Was hier aber behauptet wird, ist etwas anderes: Hier wird behauptet, das innere, unveränderliche Wesen von Religionen habe eine derartige Handlungswirksamkeit. Und an eine derart wirksame ewige Wesenhaftigkeit kann ich nicht glauben. Ein solches Bild sozialer Konstrukte ist ganz einfach ahistorisch.
Reicht das?
Die Anhänger dieses Arguments sollten wissen, dass es ausgereicht hätte, eine einzige ihrer Prämissen zunichte zu machen, damit dieses Argument in sich zusammenfällt. Ich konnte mich bloß nicht entscheiden, welche dieser Prämissen die falscheste ist. Wenn also auch nur einer meiner Einwände sie überzeugt, sollten sie sich überlegen, ob sie nicht in Zukunft etwas vorsichtiger, etwas bedächtiger reden und denken sollten.

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