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	<title>Kommentare zu: Ist es moralisch falsch, für Radiohead&#8217;s „In Rainbows“ nichts zu zahlen?</title>
	<link>http://www.sprechblase.org/2007/10/20/ist-es-moralisch-falsch-fur-radioheads-%e2%80%9ein-rainbows%e2%80%9c-nichts-zu-zahlen/</link>
	<description>Sprache aus Luft</description>
	<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 17:52:53 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>By: Eugen Pissarskoi</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/10/20/ist-es-moralisch-falsch-fur-radioheads-%e2%80%9ein-rainbows%e2%80%9c-nichts-zu-zahlen/#comment-855</link>
		<author>Eugen Pissarskoi</author>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 21:24:41 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/10/20/ist-es-moralisch-falsch-fur-radioheads-%e2%80%9ein-rainbows%e2%80%9c-nichts-zu-zahlen/#comment-855</guid>
		<description>Du hast ganz recht mit der Behauptung, dass die Entscheidung, den Preis für das Album auszuwürfeln, keine Entscheidung ist, nichts für das Album zu zahlen. Im Artikel wollte ich es nicht zugestehen, aber es stimmt, dass ich keine Rechtfertigung für die Entscheidung, nichts zu zahlen, gefunden habe. Insofern glaube ich, dass, wenn jemand sich vornimmt, das Album für umme herunterzuladen, er eine moralisch nicht gerechtfertigte und somit (vermutlich) moralisch falsche Absicht fasst. 

Ich stimme Dir aber nicht zu, dass die Entscheidung zu würfeln, eine illegitime Entscheidung sei (Du schreibst es nicht ausdrücklich, aber es klingt so als wenn Du das meinst). Ich könnte die Entscheidung dem Zufall überlassen, beispielsweise weil ich keinen Grund dafür finden kann, einen bestimmten Preis zwischen 0 und 20 Euro zu bezahlen (20 Euro, weil das der maximale Betrag ist, den ich für ein Musikalbum überhaupt ausgeben würde) und mich nicht in der Position von Buridans Esel widerfinden möchte. Und ich finde keine Gründe, die dagegen sprechen. 
Und wenn alle sich so entscheiden (mit der Wahrscheinlichkeit 1/2 einen Preis zwischen Null und ihrer maximalen Zahlungsbereitschaft zu zahlen), verdient Radiohead eine Menge Geld.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du hast ganz recht mit der Behauptung, dass die Entscheidung, den Preis für das Album auszuwürfeln, keine Entscheidung ist, nichts für das Album zu zahlen. Im Artikel wollte ich es nicht zugestehen, aber es stimmt, dass ich keine Rechtfertigung für die Entscheidung, nichts zu zahlen, gefunden habe. Insofern glaube ich, dass, wenn jemand sich vornimmt, das Album für umme herunterzuladen, er eine moralisch nicht gerechtfertigte und somit (vermutlich) moralisch falsche Absicht fasst. </p>
<p>Ich stimme Dir aber nicht zu, dass die Entscheidung zu würfeln, eine illegitime Entscheidung sei (Du schreibst es nicht ausdrücklich, aber es klingt so als wenn Du das meinst). Ich könnte die Entscheidung dem Zufall überlassen, beispielsweise weil ich keinen Grund dafür finden kann, einen bestimmten Preis zwischen 0 und 20 Euro zu bezahlen (20 Euro, weil das der maximale Betrag ist, den ich für ein Musikalbum überhaupt ausgeben würde) und mich nicht in der Position von Buridans Esel widerfinden möchte. Und ich finde keine Gründe, die dagegen sprechen.<br />
Und wenn alle sich so entscheiden (mit der Wahrscheinlichkeit 1/2 einen Preis zwischen Null und ihrer maximalen Zahlungsbereitschaft zu zahlen), verdient Radiohead eine Menge Geld.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Mathias</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/10/20/ist-es-moralisch-falsch-fur-radioheads-%e2%80%9ein-rainbows%e2%80%9c-nichts-zu-zahlen/#comment-854</link>
		<author>Mathias</author>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 20:08:40 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/10/20/ist-es-moralisch-falsch-fur-radioheads-%e2%80%9ein-rainbows%e2%80%9c-nichts-zu-zahlen/#comment-854</guid>
		<description>Würfeln als Ausweg? Das klingt nicht überzeugend. Du hast ja nach einer akzeptablen, nicht widersprüchlichen Begründung gesucht,  das Album kostenlos zu beziehen. Wieso sollte eine solche gerade das Würfeln liefern? Die durchgespielten Szenarien basieren darauf, dass man selbst eine Entscheidung treffen muss (weil es gilt, selbst Verantwortung zu übernehmen), und nicht jemand anderes, der davon gar nichts weiß, bzw. der Zufall. Genau darauf basiert allerdings der Lösungsvorschlag des Würfelns.  
Ich denke, es führt kein Weg daran vorbei, etwas zu bezahlen, würde allerdings einen niedrigeren Preis ansetzen, als die für LPs üblichen (Plattenfirmen werden nicht mitbezahlt, Marketingkosten). Diesen zu bestimmen ist freilich schwierig und müsste grob durchgerechnet werden. 
Andererseits: Wenn ausgewertet würde, wie oft ein Download auch bezahlt wird, scheint die Überweisung irgendeines Betrags schon ein wichtiger Schritt zu sein (sind es nicht gerade nur Cent-Beträge) -  auch im Hinblick auf ähnliche Aktionen anderer (bekannter) Künstler.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Würfeln als Ausweg? Das klingt nicht überzeugend. Du hast ja nach einer akzeptablen, nicht widersprüchlichen Begründung gesucht,  das Album kostenlos zu beziehen. Wieso sollte eine solche gerade das Würfeln liefern? Die durchgespielten Szenarien basieren darauf, dass man selbst eine Entscheidung treffen muss (weil es gilt, selbst Verantwortung zu übernehmen), und nicht jemand anderes, der davon gar nichts weiß, bzw. der Zufall. Genau darauf basiert allerdings der Lösungsvorschlag des Würfelns.<br />
Ich denke, es führt kein Weg daran vorbei, etwas zu bezahlen, würde allerdings einen niedrigeren Preis ansetzen, als die für LPs üblichen (Plattenfirmen werden nicht mitbezahlt, Marketingkosten). Diesen zu bestimmen ist freilich schwierig und müsste grob durchgerechnet werden.<br />
Andererseits: Wenn ausgewertet würde, wie oft ein Download auch bezahlt wird, scheint die Überweisung irgendeines Betrags schon ein wichtiger Schritt zu sein (sind es nicht gerade nur Cent-Beträge) -  auch im Hinblick auf ähnliche Aktionen anderer (bekannter) Künstler.</p>
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