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	<title>Kommentare zu: &#8220;Logik&#8221; als Kampfbegriff II: Besitzen Radioheadfans ökonomische Vernunft?</title>
	<link>http://www.sprechblase.org/2007/10/15/logik-als-kampfbegriff-ii-besitzen-radioheadfans-okonomische-vernunft/</link>
	<description>Sprache aus Luft</description>
	<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 21:44:18 +0000</pubDate>
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		<title>By: sprechblasenblog &#187; Blog Archive &#187; Ist es moralisch falsch, für Radiohead's „In Rainbows“ nichts zu zahlen?</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/10/15/logik-als-kampfbegriff-ii-besitzen-radioheadfans-okonomische-vernunft/#comment-774</link>
		<author>sprechblasenblog &#187; Blog Archive &#187; Ist es moralisch falsch, für Radiohead's „In Rainbows“ nichts zu zahlen?</author>
		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 21:36:19 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/10/15/logik-als-kampfbegriff-ii-besitzen-radioheadfans-okonomische-vernunft/#comment-774</guid>
		<description>[...] hat deswegen Christian, einer der echten Radiohead-Fans, sich eine gewiefte Begründung einfallen lassen, warum er für [...]</description>
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		<title>By: Christian Voigt</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/10/15/logik-als-kampfbegriff-ii-besitzen-radioheadfans-okonomische-vernunft/#comment-768</link>
		<author>Christian Voigt</author>
		<pubDate>Tue, 16 Oct 2007 18:33:38 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/10/15/logik-als-kampfbegriff-ii-besitzen-radioheadfans-okonomische-vernunft/#comment-768</guid>
		<description>Du hast recht, die Schelte galt eher der NYT und allgemeiner der Rolle ökonomischer "Erklärungen" in den Medien. Auch die verlinkten Blogartikel sind auf höherem Niveau als die NYT. 

Trotzdem fällt es auf, dass auch diese Blogeinträge so tun als wäre das Verhalten der Radioheadfans in irgendeiner Weise ökonomisch rätselhaft und unerklärlich (genauso wie das Trinkgeldgeben). Dieses Verhalten ist meiner Meinung nach aber eben nicht ökonomisch rätselhaft, sondern viel eher moralisch oder normativ erstaunlich.

Die Frage, warum es den Fans anscheinend wichtig ist, Geld für das Album zu bezahlen, können Ökonomen meiner Meinung nach nicht besser beantworten, als der Kioskverkäufer um die Ecke. Das ist eher eine Frage für Psychologen, Soziologen und (wenn es um eine rationale Rekonstruktion geht) Philosophen.

Rodrik stellt am Ende die Frage, warum den Radioheadfans nicht schon vorher soviel gespendet haben, dass eine weitere Spende ihnen nichts mehr bringen würde. Das ist nun in der Tat eine ökonomische Tatsache, die die Grundannahme der Nutzenmaximierung infrage stellt. Aber das ist nun wirklich eine außerhalb der Ökonomie absurde Frage, die es nicht verdient hat, in der NYT diskutiert zu werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du hast recht, die Schelte galt eher der NYT und allgemeiner der Rolle ökonomischer &#8220;Erklärungen&#8221; in den Medien. Auch die verlinkten Blogartikel sind auf höherem Niveau als die NYT. </p>
<p>Trotzdem fällt es auf, dass auch diese Blogeinträge so tun als wäre das Verhalten der Radioheadfans in irgendeiner Weise ökonomisch rätselhaft und unerklärlich (genauso wie das Trinkgeldgeben). Dieses Verhalten ist meiner Meinung nach aber eben nicht ökonomisch rätselhaft, sondern viel eher moralisch oder normativ erstaunlich.</p>
<p>Die Frage, warum es den Fans anscheinend wichtig ist, Geld für das Album zu bezahlen, können Ökonomen meiner Meinung nach nicht besser beantworten, als der Kioskverkäufer um die Ecke. Das ist eher eine Frage für Psychologen, Soziologen und (wenn es um eine rationale Rekonstruktion geht) Philosophen.</p>
<p>Rodrik stellt am Ende die Frage, warum den Radioheadfans nicht schon vorher soviel gespendet haben, dass eine weitere Spende ihnen nichts mehr bringen würde. Das ist nun in der Tat eine ökonomische Tatsache, die die Grundannahme der Nutzenmaximierung infrage stellt. Aber das ist nun wirklich eine außerhalb der Ökonomie absurde Frage, die es nicht verdient hat, in der NYT diskutiert zu werden.</p>
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		<title>By: Eugen Pissarskoi</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/10/15/logik-als-kampfbegriff-ii-besitzen-radioheadfans-okonomische-vernunft/#comment-767</link>
		<author>Eugen Pissarskoi</author>
		<pubDate>Tue, 16 Oct 2007 16:03:23 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/10/15/logik-als-kampfbegriff-ii-besitzen-radioheadfans-okonomische-vernunft/#comment-767</guid>
		<description>Ich finde Deine Schelte der Ökonomen etwas übertrieben. Im Grunde genommen müsste es eine Kritik an den Autoren des NYT-Artikels sein. Denn sie führen die Unterscheidung zwischen den "touchy-feely" und den "coldly-brainly reasons" ein. 

&lt;a href="http://www.iew.unizh.ch/home/fehr/" rel="nofollow"&gt;Ernst Fehr&lt;/a&gt; ist ein berühmtes Beispiel für Ökonomen, die sich mit altruistischem Verhalten  beschäftigen. Fehrs Forschungsziel - soweit ich's überblicke - besteht gerade darin, mithilfe von (der Psychologie entlehnten) Experimenten - à la denen von Rodrik - herauszufinden, wie Menschen sich verhalten, und daraus ihre Präferenzen abzuleiten. Dabei ermitteln sie auch die Wertschätzung für altruistisches Verhalten (bzw. solches, das auf sozialen Normen wie Vertrauen beruht).
Ich glaube nicht, dass sie Präferenzen für das altruistische Verhalten einen anderen Stellenwert im Vergleich zu Präferenzen für das "materialistische" Verhalten zusprechen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde Deine Schelte der Ökonomen etwas übertrieben. Im Grunde genommen müsste es eine Kritik an den Autoren des NYT-Artikels sein. Denn sie führen die Unterscheidung zwischen den &#8220;touchy-feely&#8221; und den &#8220;coldly-brainly reasons&#8221; ein. </p>
<p><a href="http://www.iew.unizh.ch/home/fehr/" rel="nofollow">Ernst Fehr</a> ist ein berühmtes Beispiel für Ökonomen, die sich mit altruistischem Verhalten  beschäftigen. Fehrs Forschungsziel - soweit ich&#8217;s überblicke - besteht gerade darin, mithilfe von (der Psychologie entlehnten) Experimenten - à la denen von Rodrik - herauszufinden, wie Menschen sich verhalten, und daraus ihre Präferenzen abzuleiten. Dabei ermitteln sie auch die Wertschätzung für altruistisches Verhalten (bzw. solches, das auf sozialen Normen wie Vertrauen beruht).<br />
Ich glaube nicht, dass sie Präferenzen für das altruistische Verhalten einen anderen Stellenwert im Vergleich zu Präferenzen für das &#8220;materialistische&#8221; Verhalten zusprechen.</p>
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