<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress/2.2" -->
<rss version="2.0" 
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
<channel>
	<title>Kommentare zu: Claus Schenk Graf von Cruise</title>
	<link>http://www.sprechblase.org/2007/07/05/claus-schenk-graf-von-cruise/</link>
	<description>Sprache aus Luft</description>
	<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 13:11:30 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.2</generator>

	<item>
		<title>By: sprechblasenblog &#187; Blog Archive &#187; ...et pereat mundus</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/07/05/claus-schenk-graf-von-cruise/#comment-183</link>
		<author>sprechblasenblog &#187; Blog Archive &#187; ...et pereat mundus</author>
		<pubDate>Wed, 11 Jul 2007 06:59:28 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/07/05/claus-schenk-graf-von-cruise/#comment-183</guid>
		<description>[...] bringt oder gar völlig verbaut. Adrian Kreye wirft die Frage unpassenderweise im Kontext der Story eines Scientologen auf, dem eine Drehgenehmigung im Bendlerblock verwehrt wird. Aber wir können ja einen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] bringt oder gar völlig verbaut. Adrian Kreye wirft die Frage unpassenderweise im Kontext der Story eines Scientologen auf, dem eine Drehgenehmigung im Bendlerblock verwehrt wird. Aber wir können ja einen [&#8230;]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Wolfgang Hömig-Groß</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/07/05/claus-schenk-graf-von-cruise/#comment-168</link>
		<author>Wolfgang Hömig-Groß</author>
		<pubDate>Thu, 05 Jul 2007 17:58:20 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/07/05/claus-schenk-graf-von-cruise/#comment-168</guid>
		<description>Ach ja - so viel zu sagen, aber so wenig Platz und so viel Zumutung für die, die das alles lesen sollen oder wollen.
Ich war argumentatorisch in der Tat etwas entgleist, indem ich auf etwas geantwortet habe, was in deinem Artikel so gar nicht steht: Es an gibt anderer Stelle seit einiger Zeit eine Debatte um die Besetzung dieser Rolle, die m.E. von Seiten der deutschen Beteiligten nicht ohne Peinlichkeiten ist. Als ob irgendwer mehr (moralisches) Recht habe, diese Rolle zu spielen, als jemand anders. Da denke ich: Möge der Beste gewinnen, oder der Einflussreichste oder wer auch immer - bewegliche Medien interessieren mich so wenig wie Fußball und hier wie dort finden in meinen Augen erstaunliche Stürme in sehr kleinen Wassergläsern statt.
Ansonsten: Dem, zu dem ich hier explizit nichts gesagt habe, stimme ich zu - auch dieser speziellen Anwendung des Hausrechts. Überhaupt: Da Themen hier ja häufig in erfreulicher Genauigkeit durchgearbeitet werden, schweift mein Blick gern auf die Blüten am Wegesrand ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach ja - so viel zu sagen, aber so wenig Platz und so viel Zumutung für die, die das alles lesen sollen oder wollen.<br />
Ich war argumentatorisch in der Tat etwas entgleist, indem ich auf etwas geantwortet habe, was in deinem Artikel so gar nicht steht: Es an gibt anderer Stelle seit einiger Zeit eine Debatte um die Besetzung dieser Rolle, die m.E. von Seiten der deutschen Beteiligten nicht ohne Peinlichkeiten ist. Als ob irgendwer mehr (moralisches) Recht habe, diese Rolle zu spielen, als jemand anders. Da denke ich: Möge der Beste gewinnen, oder der Einflussreichste oder wer auch immer - bewegliche Medien interessieren mich so wenig wie Fußball und hier wie dort finden in meinen Augen erstaunliche Stürme in sehr kleinen Wassergläsern statt.<br />
Ansonsten: Dem, zu dem ich hier explizit nichts gesagt habe, stimme ich zu - auch dieser speziellen Anwendung des Hausrechts. Überhaupt: Da Themen hier ja häufig in erfreulicher Genauigkeit durchgearbeitet werden, schweift mein Blick gern auf die Blüten am Wegesrand &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Matthias Kiesselbach</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/07/05/claus-schenk-graf-von-cruise/#comment-167</link>
		<author>Matthias Kiesselbach</author>
		<pubDate>Thu, 05 Jul 2007 16:50:43 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/07/05/claus-schenk-graf-von-cruise/#comment-167</guid>
		<description>&lt;p&gt;Hm, zu Punkt 2. Da auch ich das Wesen der Dinge von ihrem Schein trennen will ;-)... Ich glaube, Dein Punkt wäre relevanter in einem Kontext, in dem es um Zensur geht. Natürlich bin ich da auch der Meinung, dass "weltanschauliche Auffassungen" nicht zur Zensur führen dürfen. Und auch nicht zur Verwehrung des Zuganges zum Schauspielerberuf etc. Und auch nicht zu einem generellen Drehverbot.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber hier geht es ja um die Legitimität der Verweigerung einer Drehgenehmigung desjenigen, der das Hausrecht hat, in einer bestimmten Lokalität. Und es geht darum, ob diesem Hausherrn (der letztlich der Staat ist) die Verweigerung der Drehgenehmigung zusteht, wenn sein Argument ist, dass ein prominenter Vertreter einer Gruppierung, die vieles von dem bekämpft, wofür der Hausherr steht, einfach nicht unterstützt werden muss oder sollte. Ich halte das nicht für "deutsch". Und ich finde das Argument auch in Ordnung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies ist m.E. auch nicht eine ästhetische oder filmtheoretische Frage. Bei der wäre ich mir auch nicht sicher. Nein, hier geht es um die Weigerung, eine Top-Werbefigur von Scientology zu unterstützen. Von mir aus auch um ein Symbol des Staates gegen Scientology und ihre Ideologie. Aber das soll mein Staat auch ruhig mal tun.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich finde, die beste Kritik an Jung wäre strategischer Art. Wenn sich abzeichnet, dass Scientology aus der Sache einen PR-Gewinn schlagen kann, dann (aber nur dann) war sie eine schlechte Idee.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hm, zu Punkt 2. Da auch ich das Wesen der Dinge von ihrem Schein trennen will ;-)&#8230; Ich glaube, Dein Punkt wäre relevanter in einem Kontext, in dem es um Zensur geht. Natürlich bin ich da auch der Meinung, dass &#8220;weltanschauliche Auffassungen&#8221; nicht zur Zensur führen dürfen. Und auch nicht zur Verwehrung des Zuganges zum Schauspielerberuf etc. Und auch nicht zu einem generellen Drehverbot.</p>
<p>Aber hier geht es ja um die Legitimität der Verweigerung einer Drehgenehmigung desjenigen, der das Hausrecht hat, in einer bestimmten Lokalität. Und es geht darum, ob diesem Hausherrn (der letztlich der Staat ist) die Verweigerung der Drehgenehmigung zusteht, wenn sein Argument ist, dass ein prominenter Vertreter einer Gruppierung, die vieles von dem bekämpft, wofür der Hausherr steht, einfach nicht unterstützt werden muss oder sollte. Ich halte das nicht für &#8220;deutsch&#8221;. Und ich finde das Argument auch in Ordnung.</p>
<p>Dies ist m.E. auch nicht eine ästhetische oder filmtheoretische Frage. Bei der wäre ich mir auch nicht sicher. Nein, hier geht es um die Weigerung, eine Top-Werbefigur von Scientology zu unterstützen. Von mir aus auch um ein Symbol des Staates gegen Scientology und ihre Ideologie. Aber das soll mein Staat auch ruhig mal tun.</p>
<p>Ich finde, die beste Kritik an Jung wäre strategischer Art. Wenn sich abzeichnet, dass Scientology aus der Sache einen PR-Gewinn schlagen kann, dann (aber nur dann) war sie eine schlechte Idee.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Wolfgang Hömig-Groß</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/07/05/claus-schenk-graf-von-cruise/#comment-166</link>
		<author>Wolfgang Hömig-Groß</author>
		<pubDate>Thu, 05 Jul 2007 15:38:36 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/07/05/claus-schenk-graf-von-cruise/#comment-166</guid>
		<description>2 Sachen die mir dazu einfallen:
1. zur Verbotsgeilheit der Deutschen.
Ich war erst einmal in den USA, 1985, für zwei Monate an der Ostküste. Erst dort habe ich – widerwillig - gelernt, dass ich ein Deutscher bin. Nicht gerne, nicht freiwillig, sondern einfach deswegen, weil ich nichts anderes sein kann. Erst von diesem Startpunkt aus konnte ich dann lernen, welche spezifischen Vorteile das hat. Über die Nachteile wusste ich damals schon genug.
Eine der Sachen die mich damals an Amerika verrückt gemacht haben, war die unglaubliche Masse für mich nicht nachvollziehbarer Verbote. Trinken auf der Straße - verboten. Essen in einem Park (Picknick) - verboten. Umziehen am Strand - verboten. Das waren die gesetzlichen Verbote. Dazu kamen noch große Mengen von Verboten, die die Menschen einfach im Kopf hatten (Alkohol, Sexualität, Rassenmischung), ohne dass sie explizit verboten waren. In meinem schon damals ausgeprägtem Wunsch, wider den Stachel zu löcken, habe ich angesichts eines neuen Verbots öfter gesagt:" I tought, this is a free country.“ Antwort: „That’s not what we think of freedom.“ 
Als ich wieder zurück in Deutschland war, fuhr ich am zweiten Tag mit dem Fahrrad an einer Badewiese an einem See vorbei. Auf dieser Wiese spielten fünf ältere Herren splitternackt Fußball. Weiß Gott kein schöner Anblick. Trotzdem habe ich mich sehr darüber gefreut. Einfach darüber, dass so etwas möglich ist. Dass man bei uns in gewissem Umfang selbst bestimmen darf, was man unter Freiheit versteht und es sich nicht von anderen vorschreiben lassen muss - noch dazu nicht mit Argumenten, sondern Verboten. Insofern verstehe ich nicht, wo Herr Donnersmarck und all die anderen ihre Anti-Verbots-Amerika-Erfahrungen gemacht haben. Nicht in dem Land, das ich kenne.
2. zu Tom Cruise als Stauffenberg.
Vorweg: ich bin kein Freund der "Religion" oder der Darstellungskünste des Herrn Cruise. Ersteres sogar im Gegenteil. Trotzdem finde ich, dass über die Frage, ob er in einem Film Stauffenberg spielen soll, allein Regisseur und Produzent zu entscheiden haben. Wir als Publikum sind dann an der Kinokasse zur Abstimmung aufgefordert. Wobei ich denke, dass Herr Cruise ein Profi ist und das schon gut machen wird.
In jedem Fall ist aber die Vorstellung absurd, dass ein Schauspieler bestimmte demokratische oder weltanschauliche Auffassungen vorzuweisen haben muss, bevor er Stauffenberg spielen darf. Man verlangt ja auch vom Darsteller eines Säufers nicht, dass er selbst saufe. Dass eine solche Denkweise absurd ist, zeigt sich spätestens bei der Frage, ob ein Schauspieler, der Humbert Humbert darstellt, selbst praktische Erfahrungen mit Lolitas braucht. Wenn ich an irgendeiner Stelle dieser Debatte etwas typisch Deutsches sehe, dann hier. Schade eigentlich, wo der Deutsche doch sonst so gut das Wesen der Dinge von ihrem Schein trennen kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>2 Sachen die mir dazu einfallen:<br />
1. zur Verbotsgeilheit der Deutschen.<br />
Ich war erst einmal in den USA, 1985, für zwei Monate an der Ostküste. Erst dort habe ich – widerwillig - gelernt, dass ich ein Deutscher bin. Nicht gerne, nicht freiwillig, sondern einfach deswegen, weil ich nichts anderes sein kann. Erst von diesem Startpunkt aus konnte ich dann lernen, welche spezifischen Vorteile das hat. Über die Nachteile wusste ich damals schon genug.<br />
Eine der Sachen die mich damals an Amerika verrückt gemacht haben, war die unglaubliche Masse für mich nicht nachvollziehbarer Verbote. Trinken auf der Straße - verboten. Essen in einem Park (Picknick) - verboten. Umziehen am Strand - verboten. Das waren die gesetzlichen Verbote. Dazu kamen noch große Mengen von Verboten, die die Menschen einfach im Kopf hatten (Alkohol, Sexualität, Rassenmischung), ohne dass sie explizit verboten waren. In meinem schon damals ausgeprägtem Wunsch, wider den Stachel zu löcken, habe ich angesichts eines neuen Verbots öfter gesagt:&#8221; I tought, this is a free country.“ Antwort: „That’s not what we think of freedom.“<br />
Als ich wieder zurück in Deutschland war, fuhr ich am zweiten Tag mit dem Fahrrad an einer Badewiese an einem See vorbei. Auf dieser Wiese spielten fünf ältere Herren splitternackt Fußball. Weiß Gott kein schöner Anblick. Trotzdem habe ich mich sehr darüber gefreut. Einfach darüber, dass so etwas möglich ist. Dass man bei uns in gewissem Umfang selbst bestimmen darf, was man unter Freiheit versteht und es sich nicht von anderen vorschreiben lassen muss - noch dazu nicht mit Argumenten, sondern Verboten. Insofern verstehe ich nicht, wo Herr Donnersmarck und all die anderen ihre Anti-Verbots-Amerika-Erfahrungen gemacht haben. Nicht in dem Land, das ich kenne.<br />
2. zu Tom Cruise als Stauffenberg.<br />
Vorweg: ich bin kein Freund der &#8220;Religion&#8221; oder der Darstellungskünste des Herrn Cruise. Ersteres sogar im Gegenteil. Trotzdem finde ich, dass über die Frage, ob er in einem Film Stauffenberg spielen soll, allein Regisseur und Produzent zu entscheiden haben. Wir als Publikum sind dann an der Kinokasse zur Abstimmung aufgefordert. Wobei ich denke, dass Herr Cruise ein Profi ist und das schon gut machen wird.<br />
In jedem Fall ist aber die Vorstellung absurd, dass ein Schauspieler bestimmte demokratische oder weltanschauliche Auffassungen vorzuweisen haben muss, bevor er Stauffenberg spielen darf. Man verlangt ja auch vom Darsteller eines Säufers nicht, dass er selbst saufe. Dass eine solche Denkweise absurd ist, zeigt sich spätestens bei der Frage, ob ein Schauspieler, der Humbert Humbert darstellt, selbst praktische Erfahrungen mit Lolitas braucht. Wenn ich an irgendeiner Stelle dieser Debatte etwas typisch Deutsches sehe, dann hier. Schade eigentlich, wo der Deutsche doch sonst so gut das Wesen der Dinge von ihrem Schein trennen kann.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Chat Atkins</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/07/05/claus-schenk-graf-von-cruise/#comment-165</link>
		<author>Chat Atkins</author>
		<pubDate>Thu, 05 Jul 2007 15:13:17 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/07/05/claus-schenk-graf-von-cruise/#comment-165</guid>
		<description>Dieser 'Schauspieler', der aussieht wie so'n glattgeschleckter Barbie-Liebhaber, der dazu mit der mimischen Ausdruckskraft eines Vorstadt-Friseurs geschlagen ist, der ist in der Rolle eines Stauffenberg die denkbar unglaubwürdigste Besetzung. Warum sollte also irgendwer für diesen absehbaren Kino-Flopp seine Räume als Kulisse zur Verfügung stellen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser &#8216;Schauspieler&#8217;, der aussieht wie so&#8217;n glattgeschleckter Barbie-Liebhaber, der dazu mit der mimischen Ausdruckskraft eines Vorstadt-Friseurs geschlagen ist, der ist in der Rolle eines Stauffenberg die denkbar unglaubwürdigste Besetzung. Warum sollte also irgendwer für diesen absehbaren Kino-Flopp seine Räume als Kulisse zur Verfügung stellen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Kritiker</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/07/05/claus-schenk-graf-von-cruise/#comment-163</link>
		<author>Kritiker</author>
		<pubDate>Thu, 05 Jul 2007 14:04:42 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/07/05/claus-schenk-graf-von-cruise/#comment-163</guid>
		<description>Mehr interessante Punkte? Wie wärs damit: "Er wird dadurch allein das Ansehen Deutschlands mehr befördern, als es zehn Fußball-Weltmeisterschaften hätten tun können." Das Totschlag-Argument schlechthin.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr interessante Punkte? Wie wärs damit: &#8220;Er wird dadurch allein das Ansehen Deutschlands mehr befördern, als es zehn Fußball-Weltmeisterschaften hätten tun können.&#8221; Das Totschlag-Argument schlechthin.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

