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	<title>Kommentare zu: Embryonen auf Abwegen  oder: Über die Fetischisierung in der Bioethik</title>
	<link>http://www.sprechblase.org/2007/06/09/embryonen-auf-abwegenoder-uber-die-fetischisierung-in-der-bioethik/</link>
	<description>Sprache aus Luft</description>
	<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 17:24:22 +0000</pubDate>
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		<title>By: daniel</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/06/09/embryonen-auf-abwegenoder-uber-die-fetischisierung-in-der-bioethik/#comment-4591</link>
		<author>daniel</author>
		<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 11:38:58 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/06/09/embryonen-auf-abwegenoder-uber-die-fetischisierung-in-der-bioethik/#comment-4591</guid>
		<description>Ein interessanter Beitrag, gut geschrieben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein interessanter Beitrag, gut geschrieben.</p>
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		<title>By: Matthias Kiesselbach</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/06/09/embryonen-auf-abwegenoder-uber-die-fetischisierung-in-der-bioethik/#comment-84</link>
		<author>Matthias Kiesselbach</author>
		<pubDate>Fri, 15 Jun 2007 17:03:13 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/06/09/embryonen-auf-abwegenoder-uber-die-fetischisierung-in-der-bioethik/#comment-84</guid>
		<description>&lt;p&gt;Interessanter Kommentar. Zu Deinem ersten Punkt: Ungefähr das wollte ich sagen. &lt;em&gt;Wir&lt;/em&gt; "Postmetaphysiker" haben offenbar das Regeldenken - zu dem eben auch das Regel-Umgehen gehört - immer noch tief in uns drin. Es ist dieses Denken, das unser kollektives Handeln mitunter ganz schön merkwürdig macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum zweiten Punkt: Ob diese Reaktion rational ist, ist m.E. zumindest offen. Und zwar erstens aus dem einfachen Grund, dass jedes Unterlassen auch ein Handeln ist. Zweitens ist natürlich das "unklare Verständnis der eigenen Begriffe" etwas ganz anderes als ein "unsicheres Wissen darüber, was passieren kann". Zudem muss man hier natürlich sagen, dass Embryoentnahmen, anders als die Verwendung transgener Pflanzen, keine "Entwicklungen" lostreten, und auch sonst eher nicht unter der Rubrik "Umgang mit Risiko und Ungewissheit" behandelt werden sollten.&lt;/p&gt;
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Interessanter Kommentar. Zu Deinem ersten Punkt: Ungefähr das wollte ich sagen. <em>Wir</em> &#8220;Postmetaphysiker&#8221; haben offenbar das Regeldenken - zu dem eben auch das Regel-Umgehen gehört - immer noch tief in uns drin. Es ist dieses Denken, das unser kollektives Handeln mitunter ganz schön merkwürdig macht.</p>
<p>Zum zweiten Punkt: Ob diese Reaktion rational ist, ist m.E. zumindest offen. Und zwar erstens aus dem einfachen Grund, dass jedes Unterlassen auch ein Handeln ist. Zweitens ist natürlich das &#8220;unklare Verständnis der eigenen Begriffe&#8221; etwas ganz anderes als ein &#8220;unsicheres Wissen darüber, was passieren kann&#8221;. Zudem muss man hier natürlich sagen, dass Embryoentnahmen, anders als die Verwendung transgener Pflanzen, keine &#8220;Entwicklungen&#8221; lostreten, und auch sonst eher nicht unter der Rubrik &#8220;Umgang mit Risiko und Ungewissheit&#8221; behandelt werden sollten.</p>
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		<title>By: Eva von Redecker</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/06/09/embryonen-auf-abwegenoder-uber-die-fetischisierung-in-der-bioethik/#comment-82</link>
		<author>Eva von Redecker</author>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2007 07:39:39 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/06/09/embryonen-auf-abwegenoder-uber-die-fetischisierung-in-der-bioethik/#comment-82</guid>
		<description>Nur zur "Debattenrekonstruktion": Die Leute, die gegen Embryonennutzung argumentieren, sind ja tatsächlich überwiegend der Ansicht, dass moralische Begriffe viel weniger flexibel sind als juristische und dass es sich bei Moral um etwas gesetzartiges oder gar das Gesetz "an sich" handelt - mit den 10 Geboten als Urtext und vielen folgenden Spezifikationen und Ergänzungen, die es spitzfindig auszulegen und mitunter auch auszutricksen gilt.
Interessant ist jedenfalls, herauszufinden, wie weit dieses Bild auch "postmetaphysische" Moraldiskurse prägt - wenigstens da kann ja Überzeugungsarbeit geleistet werden.
Ein anderer Grund für die Ablehnung von "Embryonenverbrauch" und das Unbehagen an Gesetzeslücken-Suche kann allerdings auch gerade von der noch fehlenden Sicherheit unseres Vokabulars in dem Bereich ausgehen. Man würde dann sagen: "Gerade weil ich hier nicht klar genug sehe, habe ich Angst, jetzt eine Entwicklung freizugeben, von der ich womöglich am Tag X, wenn sie nicht mehr aufzuhalten ist, bei besserem Wissen finde, dass sie gegen meine moralischen Intuitionen verstößt oder fatale Folgen hat. (Ich selbst benutze das eigentlich nur gegen den anderen Fetisch der Bioethik, Gentechnik.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nur zur &#8220;Debattenrekonstruktion&#8221;: Die Leute, die gegen Embryonennutzung argumentieren, sind ja tatsächlich überwiegend der Ansicht, dass moralische Begriffe viel weniger flexibel sind als juristische und dass es sich bei Moral um etwas gesetzartiges oder gar das Gesetz &#8220;an sich&#8221; handelt - mit den 10 Geboten als Urtext und vielen folgenden Spezifikationen und Ergänzungen, die es spitzfindig auszulegen und mitunter auch auszutricksen gilt.<br />
Interessant ist jedenfalls, herauszufinden, wie weit dieses Bild auch &#8220;postmetaphysische&#8221; Moraldiskurse prägt - wenigstens da kann ja Überzeugungsarbeit geleistet werden.<br />
Ein anderer Grund für die Ablehnung von &#8220;Embryonenverbrauch&#8221; und das Unbehagen an Gesetzeslücken-Suche kann allerdings auch gerade von der noch fehlenden Sicherheit unseres Vokabulars in dem Bereich ausgehen. Man würde dann sagen: &#8220;Gerade weil ich hier nicht klar genug sehe, habe ich Angst, jetzt eine Entwicklung freizugeben, von der ich womöglich am Tag X, wenn sie nicht mehr aufzuhalten ist, bei besserem Wissen finde, dass sie gegen meine moralischen Intuitionen verstößt oder fatale Folgen hat. (Ich selbst benutze das eigentlich nur gegen den anderen Fetisch der Bioethik, Gentechnik.)</p>
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	<item>
		<title>By: Matthias Kiesselbach</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/06/09/embryonen-auf-abwegenoder-uber-die-fetischisierung-in-der-bioethik/#comment-81</link>
		<author>Matthias Kiesselbach</author>
		<pubDate>Sun, 10 Jun 2007 17:45:22 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/06/09/embryonen-auf-abwegenoder-uber-die-fetischisierung-in-der-bioethik/#comment-81</guid>
		<description>Meine Kritik richtet sich ebensowenig gegen Forscher wie gegen Anwälte. Ich will stattdessen erstens auf eine kollektive Irrationalität hinweisen, die dazu führt, dass pragmatisch gesinnte Forscher komische Dinge tun müssen, und ich will zweitens diejenigen individuell kritisieren, die meinen, durch die Tricks seien tatsächlich ethische Probleme aus dem Weg geschafft. Eher zeigt sich durch die Tricks, dass wir uns gar nicht klar darüber sind, was die Ethik eigentlich von uns fordert, und warum.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Kritik richtet sich ebensowenig gegen Forscher wie gegen Anwälte. Ich will stattdessen erstens auf eine kollektive Irrationalität hinweisen, die dazu führt, dass pragmatisch gesinnte Forscher komische Dinge tun müssen, und ich will zweitens diejenigen individuell kritisieren, die meinen, durch die Tricks seien tatsächlich ethische Probleme aus dem Weg geschafft. Eher zeigt sich durch die Tricks, dass wir uns gar nicht klar darüber sind, was die Ethik eigentlich von uns fordert, und warum.</p>
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		<title>By: Christian Voigt</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/06/09/embryonen-auf-abwegenoder-uber-die-fetischisierung-in-der-bioethik/#comment-80</link>
		<author>Christian Voigt</author>
		<pubDate>Sun, 10 Jun 2007 17:14:05 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/06/09/embryonen-auf-abwegenoder-uber-die-fetischisierung-in-der-bioethik/#comment-80</guid>
		<description>Hier mal wieder ein typischer Relativierungskommentar. Erstens ist es nicht vorrangige Aufgabe der Genforscher, ethische Fragen zu beantworten, sondern innerhalb der deutschen Gesetzgebung zu forschen. Insofern ist die Analogie zu Anwälten enger, als du sie beschreibst: Diese Forscher reden zwar von "ethischen Schranken", meinen damit aber konkrete Gesetze, die Ergebnisse der ethischen Diskussion in Deutschland sind. 

Zweitens ist die politische Diskussion festgefahren: Es gibt hier einfach echte Konflikte zwischen den Parteien, die nicht durch bloße Umdefinition der Begriffe unter den Tisch gekehrt werden können. Angesichts dieser Konflikte ist es illusorisch zu erwarten, dass sich am Status quo in der Gesetzgebung etwas ändern wird, auch wenn man das vielleicht wünschen mag.

Versetzen wir uns nun in die Lage eines Forschers, der unbedingt Parkinsonkranken helfen will. Ist es da nicht -- pragmatisch gesehen (also mit Blick auf die praktischen Folgen) -- richtig und geboten, alle Advokatenwinkelzüge zu versuchen, um trotz der festgefahrenen Situation auf politischer Ebene, handeln zu können? 

Du kannst ihnen natürlich weiterhin vorwerfen, dass sie das als "Umgehen ethischer Barrieren" bezeichnen und nicht als "Umgehen von Gesetzen". Aber das ist nur ein Streit um Worte und nicht ein Streit um das, was sie tun.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier mal wieder ein typischer Relativierungskommentar. Erstens ist es nicht vorrangige Aufgabe der Genforscher, ethische Fragen zu beantworten, sondern innerhalb der deutschen Gesetzgebung zu forschen. Insofern ist die Analogie zu Anwälten enger, als du sie beschreibst: Diese Forscher reden zwar von &#8220;ethischen Schranken&#8221;, meinen damit aber konkrete Gesetze, die Ergebnisse der ethischen Diskussion in Deutschland sind. </p>
<p>Zweitens ist die politische Diskussion festgefahren: Es gibt hier einfach echte Konflikte zwischen den Parteien, die nicht durch bloße Umdefinition der Begriffe unter den Tisch gekehrt werden können. Angesichts dieser Konflikte ist es illusorisch zu erwarten, dass sich am Status quo in der Gesetzgebung etwas ändern wird, auch wenn man das vielleicht wünschen mag.</p>
<p>Versetzen wir uns nun in die Lage eines Forschers, der unbedingt Parkinsonkranken helfen will. Ist es da nicht &#8212; pragmatisch gesehen (also mit Blick auf die praktischen Folgen) &#8212; richtig und geboten, alle Advokatenwinkelzüge zu versuchen, um trotz der festgefahrenen Situation auf politischer Ebene, handeln zu können? </p>
<p>Du kannst ihnen natürlich weiterhin vorwerfen, dass sie das als &#8220;Umgehen ethischer Barrieren&#8221; bezeichnen und nicht als &#8220;Umgehen von Gesetzen&#8221;. Aber das ist nur ein Streit um Worte und nicht ein Streit um das, was sie tun.</p>
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		<title>By: Ethik, Sprache und Embryonen &#187; Kinderwunsch-News</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/06/09/embryonen-auf-abwegenoder-uber-die-fetischisierung-in-der-bioethik/#comment-79</link>
		<author>Ethik, Sprache und Embryonen &#187; Kinderwunsch-News</author>
		<pubDate>Sat, 09 Jun 2007 21:06:10 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.sprechblase.org/2007/06/09/embryonen-auf-abwegenoder-uber-die-fetischisierung-in-der-bioethik/#comment-79</guid>
		<description>[...] Kiesselbach macht sich in seinem &#8220;Sprechblasenblog&#8221; Gedanken dazu. Geht es ihm haupts&#228;chlich um die Begrifflichkeiten, die in der Diskussion um die Verwendung [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Kiesselbach macht sich in seinem &#8220;Sprechblasenblog&#8221; Gedanken dazu. Geht es ihm haupts&#228;chlich um die Begrifflichkeiten, die in der Diskussion um die Verwendung [&#8230;]</p>
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