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	<title>Kommentare zu: Gottesgnadentum und anderer Unsinn im BBC von 21:07-21:12 Uhr, nachdem Sarkozy die französische Präsidentschaftswahl gewonnen hatte.</title>
	<link>http://www.sprechblase.org/2007/05/06/gottesgnadentum-und-anderer-unsinn-im-bbc-von-2107-2112-uhr-nachdem-sarkozy-die-franzosische-prasidentschaftswahl-gewonnen-hatte/</link>
	<description>Sprache aus Luft</description>
	<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 12:32:03 +0000</pubDate>
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		<title>By: Matthias Kiesselbach</title>
		<link>http://www.sprechblase.org/2007/05/06/gottesgnadentum-und-anderer-unsinn-im-bbc-von-2107-2112-uhr-nachdem-sarkozy-die-franzosische-prasidentschaftswahl-gewonnen-hatte/#comment-26</link>
		<author>Matthias Kiesselbach</author>
		<pubDate>Sun, 06 May 2007 21:57:50 +0000</pubDate>
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		<description>Ja - was hat das mit dem "Repräsentieren" auf sich? Es ist natürlich wirklich eine alte Masche, zu beteuern, man würde alle, alle ohne Ausnahme, repräsentieren. Aber sowohl dieser Beteuerung als auch ihre Zurückweisung erscheinen dubios, so lange nicht irgendwie - zumindest aus dem Kontext - klar ist, worin die gemeinte Repräsentation steht.

Vielleicht ist das ganze Problem einfach, dass es zwei prominente Sinne von "Repräsentation" gibt. Nach dem einen folgt es in der Tat aus der Wahlentscheidung für Sarkozy, dass letzterer alle repräsentiert. Du wunderst Dich aber vielleicht zurecht, warum er das dann noch sagen muss. Ich finde das nicht allzu merkwürdig, denn so eine Wahl generiert einfach Gerede ohne Ende, und tausend unnötige Sachen werden nach so einer Wahl ständig gesagt. Aber wie gesagt, vielleicht hast Du recht, und es _ist_ hinreichend merkwürdig, um die Aussage auf die zweite Weise zu interpretieren: Dann ist die Repräsentation eine sehr viel substanziellere Tatsache, die wohl (am plausibelsten) mit der Überschneidung oder gar Identität von Überzeugungen oder von Interessen von Sarkozy einerseits und allen Franzosen andererseits zu tun hat. In beiden Punkten (Interessen und Überzeugungen) würden sich sicher viele gegen Sarkozy's Repräsentationswillen verwahren - je nach dem, welche Interessen und Überzeugungen hier überhaupt maßgeblich sind. Aber ich glaube auch: egal, um wie viele es geht: Sarkozy kann einfach nicht alle Franzosen in diesem Sinne repräsentieren.

Das ganze ist also wirklich ein gewisses Problem, aber ein - wie ich finde - schnell geklärtes. Denn wenn Sarkozy einfach so interpretiert wird, dass er beteuert, alles tun zu wollen,  sich dem Ziel der vollen Repräsentation anzunähern, dann sagt er eigentlich nichts anderes als so gut wie alle demokratisch gewählten Politiker auf der ganzen Welt. Sie wollen nicht nur für diejenigen sprechen, die sie gewählt haben, sondern für die gesamte "constituency". Ich finde nicht, dass _das_ notwendigerweise Augenwischerei sein muss.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja - was hat das mit dem &#8220;Repräsentieren&#8221; auf sich? Es ist natürlich wirklich eine alte Masche, zu beteuern, man würde alle, alle ohne Ausnahme, repräsentieren. Aber sowohl dieser Beteuerung als auch ihre Zurückweisung erscheinen dubios, so lange nicht irgendwie - zumindest aus dem Kontext - klar ist, worin die gemeinte Repräsentation steht.</p>
<p>Vielleicht ist das ganze Problem einfach, dass es zwei prominente Sinne von &#8220;Repräsentation&#8221; gibt. Nach dem einen folgt es in der Tat aus der Wahlentscheidung für Sarkozy, dass letzterer alle repräsentiert. Du wunderst Dich aber vielleicht zurecht, warum er das dann noch sagen muss. Ich finde das nicht allzu merkwürdig, denn so eine Wahl generiert einfach Gerede ohne Ende, und tausend unnötige Sachen werden nach so einer Wahl ständig gesagt. Aber wie gesagt, vielleicht hast Du recht, und es _ist_ hinreichend merkwürdig, um die Aussage auf die zweite Weise zu interpretieren: Dann ist die Repräsentation eine sehr viel substanziellere Tatsache, die wohl (am plausibelsten) mit der Überschneidung oder gar Identität von Überzeugungen oder von Interessen von Sarkozy einerseits und allen Franzosen andererseits zu tun hat. In beiden Punkten (Interessen und Überzeugungen) würden sich sicher viele gegen Sarkozy&#8217;s Repräsentationswillen verwahren - je nach dem, welche Interessen und Überzeugungen hier überhaupt maßgeblich sind. Aber ich glaube auch: egal, um wie viele es geht: Sarkozy kann einfach nicht alle Franzosen in diesem Sinne repräsentieren.</p>
<p>Das ganze ist also wirklich ein gewisses Problem, aber ein - wie ich finde - schnell geklärtes. Denn wenn Sarkozy einfach so interpretiert wird, dass er beteuert, alles tun zu wollen,  sich dem Ziel der vollen Repräsentation anzunähern, dann sagt er eigentlich nichts anderes als so gut wie alle demokratisch gewählten Politiker auf der ganzen Welt. Sie wollen nicht nur für diejenigen sprechen, die sie gewählt haben, sondern für die gesamte &#8220;constituency&#8221;. Ich finde nicht, dass _das_ notwendigerweise Augenwischerei sein muss.</p>
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